Der Fliegenpilz (Amanita muscaria) war über Jahrhunderte hinweg in traditionellen Medizinsystemen vieler Kulturen präsent – von Sibirien bis Europa. Obwohl er lange Zeit ausschließlich als giftiger Pilz angesehen wurde, rücken moderne Studien und Anwenderberichte zunehmend sein Potenzial zur Beruhigung und Linderung von Entzündungen in den Fokus.

Aktive Substanzen und ihre Wirkung
Präparate auf Basis des Fliegenpilzes enthalten unter anderem Muscimol und Ibotensäure – psychoaktive Verbindungen, die bei richtiger Verarbeitung (z. B. durch Trocknung oder Erhitzung) chemisch umgewandelt und dadurch entgiftet werden. In kleinen, gut verarbeiteten Dosen zeigt Muscimol folgende Wirkungen:
- beruhigend auf das Nervensystem, reduziert Spannungen und Ängste,
- lindert neuropathische und muskuläre Schmerzen,
- entzündungshemmend, besonders bei chronischen Entzündungen, z. B. in Gelenken.
Äußere und innere Anwendung
- Salben und Tinkturen mit Fliegenpilz:
- wirken lokal gegen Muskel- und Gelenkschmerzen,
- lindern Schwellungen und Hautentzündungen (z. B. bei Ekzemen oder Insektenstichen),
- unterstützen die Regeneration der Haut.
- Mikrodosierung:
- Einige Menschen nutzen getrocknete und sorgfältig vorbereitete Mikrodosen des Pilzes zur Verbesserung des Schlafs, Reduzierung psychischer Anspannung und zur Begleitung von Traumatherapien.

Forschung und Erfahrungsberichte
Obwohl es noch wenige klinische Studien gibt, deuten zahlreiche Erfahrungsberichte und therapeutische Beobachtungen auf eine deutliche beruhigende und entzündungshemmende Wirkung hin. Deshalb finden Fliegenpilz-Präparate zunehmend Anwendung bei chronischen Schmerzen, Schlafstörungen oder psychosomatischen Beschwerden.
Sicherheit und Verarbeitung
Für eine sichere Anwendung ist die korrekte Verarbeitung und Dosierung entscheidend. Der rohe Pilz kann toxisch sein, doch getrocknet und richtig aufbereitet (z. B. in Salben oder Tinkturen) verliert er seine gefährlichsten Eigenschaften und behält gleichzeitig seine therapeutischen Effekte.

FAQ
Literaturverzeichnis
- Michelot, D., & Melendez-Howell, L. M. (2003). Amanita muscaria: chemistry, biology, toxicology, and ethnomycology. Mycological Research.
- Wasson, R. G. (1968). Soma: Divine Mushroom of Immortality. Harcourt Brace Jovanovich.
- Feeney, K. (2010). The pharmacology and psychoactive effects of Amanita muscaria. The International Journal of Medicinal Mushrooms.
- Erfahrungsberichte von Nutzern (Erowid.org, Reddit r/AmanitaMuscaria)


